.... habe aber nicht das bekommen, was ich eigentlich ausleihen wollte: die anderen drei Bücher der Smoky Barrett Reihe. Irgendjemand (grr) hat den zweiten Teil ausgeliehen, was bedeutet, dass ich auch mit dem dritten und vierten Buch nichts anfangen kann.
Aber dafür habe ich mir jetzt drei andere Bücher ausgesucht:
"Die Landkarte des Himmels", obwohl ich mir nicht sicher war, ob ich diesen 890- Seiten- Schinken wirklich in Angriff nehmen möchte, da er weniger gute Bewertungen erhalten hat als "Die Landkarte der Zeit". Aber die Neugier hat gesiegt und ich möchte mir sowieso immer meine eigene Meinung bilden.
"Nachricht von Dir" von Guillaume Musso, denn auch da war ich einfach zu neugierig, um dieses allseits beliebte nicht Buch zu lesen.
Und schließlich "The Catcher in the Rye" von J. D. Salinger, ein Buch, das auf jeder Liste von Büchern, die man gelesen haben muss, steht.
Jetzt ist es also mitgewandert und ich bin mal gespannt, ob es auch solchen Eindruck auf mich macht wie auf die anderen Rezensenten und Literaturliebhaber.
Freitag, 6. September 2013
Donnerstag, 5. September 2013
Die Landkarte der Zeit - Félix J. Palma
Mit diesem Buch hat mein Monat September begonnen, und ich kann nur sagen, es war ein grandioses erstes Buch.
Im Jahr 1896 versetzt ein Unternehmer ganz London in Aufregung als er Zeitreisen in das Jahr 2000 anbietet. Damit verändert er auch das Leben der Protagonisten in diesem Buch, die die Zeitmaschine entweder dazu benutzen wollen, in die Vergangenheit zu reisen, um einen schrecklichen Fehler ungeschehen zu machen, oder aber um der heimischen Epoche zu entkommen.
In drei Teile aufgeteilt, umfasst es so viel Leben und so viele Geschehnisse, dass es für mich viel zu schnell ausgelesen war und ich hätte gerne noch mehr Zeit mit den Charakteren verbracht.
Es spielt im 19. Jahrhundert in London, meiner Lieblingszeit in dieser gerade erwachenden Metropole und der Autor hat es wie noch kein anderer geschafft, mich in diese Ära der Kutschen und der Gentlemen zurückzuversetzen.
Die drei verschiedenen Handlungsstränge bewegen sich auf verschlungenen Wegen, bis sie am Ende dann schließlich aufeinandertreffen und es grenzt schon fast an das Unmögliche, sich als Schöpfer all der Wendungen, die es auf den mehr als 700 Seiten gibt, nicht zu verzetteln.
Zusätzlich schafft Palma es aber auch noch, humorvoll und mit einem Augenzwinkern zu erzählen und dieser außergewöhnliche Schreibstil hat mich an das Buch gefesselt.
Dadurch, dass er auch zahlreiche Neuentdeckungen dieser Epoche in sein Werk hat einfließen lassen, hat bei mir immer wieder für Überraschungen gesorgt und es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, die Charaktere zu begleiten, wenn sie zum Beispiel das erste Mal an einer Cola nippen.
Die Personen waren ebenfalls sehr schön herausgearbeitet, sie haben mich vollends überzeugt und auch nach dem Beenden des Buches nicht mehr losgelassen.
Aber dieser Autor hat es sogar geschafft, mehr als nur einen Abenteuerroman zu schreiben und wenn man möchte, kann man auch philosophische Fragen in ihm finden, zu denen ich aber hier nicht weiter sagen werde, da das jeder für sich selber entdecken sollte, oder auch nicht.
Ich muss aber auch sagen, dass das Buch wahrscheinlich mehrere Lesedurchgänge benötigt, denn beim ersten Mal kann man gar nicht alles erkunden, was der Autor für uns verborgen hat.
Ein Buch, das mich an eine Schatzsuche erinnert hat und auf jeden Fall gelesen werden muss!
Im Jahr 1896 versetzt ein Unternehmer ganz London in Aufregung als er Zeitreisen in das Jahr 2000 anbietet. Damit verändert er auch das Leben der Protagonisten in diesem Buch, die die Zeitmaschine entweder dazu benutzen wollen, in die Vergangenheit zu reisen, um einen schrecklichen Fehler ungeschehen zu machen, oder aber um der heimischen Epoche zu entkommen.
In drei Teile aufgeteilt, umfasst es so viel Leben und so viele Geschehnisse, dass es für mich viel zu schnell ausgelesen war und ich hätte gerne noch mehr Zeit mit den Charakteren verbracht.
Es spielt im 19. Jahrhundert in London, meiner Lieblingszeit in dieser gerade erwachenden Metropole und der Autor hat es wie noch kein anderer geschafft, mich in diese Ära der Kutschen und der Gentlemen zurückzuversetzen.
Die drei verschiedenen Handlungsstränge bewegen sich auf verschlungenen Wegen, bis sie am Ende dann schließlich aufeinandertreffen und es grenzt schon fast an das Unmögliche, sich als Schöpfer all der Wendungen, die es auf den mehr als 700 Seiten gibt, nicht zu verzetteln.
Zusätzlich schafft Palma es aber auch noch, humorvoll und mit einem Augenzwinkern zu erzählen und dieser außergewöhnliche Schreibstil hat mich an das Buch gefesselt.
Dadurch, dass er auch zahlreiche Neuentdeckungen dieser Epoche in sein Werk hat einfließen lassen, hat bei mir immer wieder für Überraschungen gesorgt und es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, die Charaktere zu begleiten, wenn sie zum Beispiel das erste Mal an einer Cola nippen.
Die Personen waren ebenfalls sehr schön herausgearbeitet, sie haben mich vollends überzeugt und auch nach dem Beenden des Buches nicht mehr losgelassen.
Aber dieser Autor hat es sogar geschafft, mehr als nur einen Abenteuerroman zu schreiben und wenn man möchte, kann man auch philosophische Fragen in ihm finden, zu denen ich aber hier nicht weiter sagen werde, da das jeder für sich selber entdecken sollte, oder auch nicht.
Ich muss aber auch sagen, dass das Buch wahrscheinlich mehrere Lesedurchgänge benötigt, denn beim ersten Mal kann man gar nicht alles erkunden, was der Autor für uns verborgen hat.
Ein Buch, das mich an eine Schatzsuche erinnert hat und auf jeden Fall gelesen werden muss!
Rating:
Montag, 2. September 2013
Zwei kleine, feine Neuzugänge
Ich war letzte Woche bei Budni und als ich schon bezahlt hatte, sah ich ein Regal mit gebrauchten Büchern für einen Euro und Jodi Picoults "Zerbrechlich" fiel mir sofort ins Auge.
Für einen Euro habe ich es natürlich mitgenommen und es hat wirklich kaum Schäden, außer ein paar umgeknickten Seiten und einigen Kratzern auf dem Schutzumschlag.
Ich werde mich aber demnächst mal wieder meinen englischen SuB-Büchern zuwenden, besonders, dass Jane Austens "Emma" so lange warten muss, tut mir leid.
Ich glaube, so einen großen SuB hatte ich noch nie.
Und dann habe ich auch noch ein weiteres Mal gesündigt und bei amazon ein neues Buch bestellt:
Für einen Euro habe ich es natürlich mitgenommen und es hat wirklich kaum Schäden, außer ein paar umgeknickten Seiten und einigen Kratzern auf dem Schutzumschlag.
Ich werde mich aber demnächst mal wieder meinen englischen SuB-Büchern zuwenden, besonders, dass Jane Austens "Emma" so lange warten muss, tut mir leid.
Ich glaube, so einen großen SuB hatte ich noch nie.
Und dann habe ich auch noch ein weiteres Mal gesündigt und bei amazon ein neues Buch bestellt:
Hierbei handelt es sich um "Alice's Adventures in Wonderland" und "Through the Looking Glass" in einem Band.
Das ist nach "Emma" schon das zweite Buch aus der Clothbound Classics Reihe und ich finde sie einfach so wunderschön, dass ich sicherlich nicht widerstehen kann, mir noch weitere Bücher mit dieser Aufmachung zu bestellen, auch wenn das Design nur aufgedruckt ist und sich ziemlich leicht abträgt.
Ich kann es gar nicht erwarten, die beiden Bücher zu lesen.
Freitag, 30. August 2013
Die Blutlinie - Cody McFadyen
Ich habe es nicht länger ausgehalten: Alle haben von Cody McFadyens Büchern geschwärmt und so konnte ich nicht länger widerstehen und habe mir eines aus der Bücherei ausgeliehen. Nach zehn Minuten, während derer ich herauszufinden versuchte, welches Buch jetzt der Anfang der Smoky Barrett Reihe ist, habe ich endlich nach der "Blutlinie" gegriffen.
Die FBI-Agentin Smoky Barrett versucht nach einem Schicksalsschlag wieder auf die Beine zu kommen, als ein ganz neuer Typus von Serienmörder beginnt, sein Unwesen zu treiben und Smoky persönlich herausfordert.
Agent Barrett muss sich entscheiden, ob sie die Fährte aufnimmt oder ob sie noch nicht bereit ist, in ihren Job zurückzukehren.
Nach zwei Tagen habe ich das Buch beendet und ich bereue es, die Bücher nicht früher für mich entdeckt zu haben, denn kurz ausgedrückt: Es war der Wahnsinn. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und es hat mich sehr daran erinnert, wie ich zum ersten Mal den "Seelenbrecher" von Sebastian Fitzek verschlungen habe.
Es war genauso fesselnd und verwirrend, hatte dieselben überraschenden Wendungen, und doch war es so anders.
Dieses Buch ist mehr als nur ein Thriller. Es hat Tiefgang und erforscht, wie die menschliche Psyche mit unmenschlicher Trauer umgeht und zusätzlich erhält man Einblicke in die Arbeit des FBI, zum Beispiel die Verhörtechniken, was ich entgegen meiner Erwartung faszinierend fand.
Im Gegensatz zu anderen Rezensenten kann ich aber nicht sagen, dass ich das Buch als abartig, blutig oder übermäßig grausam empfunden habe, Bücher haben es bei mir generell schwer, mich wirklich zu schockieren. Aber bei einer eventuellen Verfilmung müsste ich dann auch ein Kissen zur Hand nehmen, denke ich.
Die Charaktere waren sehr schön ausgearbeitet und kein einziger Dialog kam mir auch nur ein bisschen gekünstelt oder unnatürlich vor. Smoky ist eine sehr starke Protagonistin und ich habe sie sehr gerne bei ihrer Entwicklung begleitet, die bei all dem Morden alles andere als zu kurz kam.
Und auch das Verhältnis von Privatleben zu Aufklärungsarbeit war perfekt, kurzum, ich werde wohl meine ersten fünf Würmchen vergeben.
Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, die nächsten Bände zu lesen und sobald ich "Die Landkarte der Zeit" gelesen habe, das letzte Bücherei-Buch, werde ich mir wahrscheinlich gleich die drei Folgebände mitnehmen.
Und das heißt: absolutes Lesemuss!
Voller Vorfreude, Anni
Die FBI-Agentin Smoky Barrett versucht nach einem Schicksalsschlag wieder auf die Beine zu kommen, als ein ganz neuer Typus von Serienmörder beginnt, sein Unwesen zu treiben und Smoky persönlich herausfordert.
Agent Barrett muss sich entscheiden, ob sie die Fährte aufnimmt oder ob sie noch nicht bereit ist, in ihren Job zurückzukehren.
Nach zwei Tagen habe ich das Buch beendet und ich bereue es, die Bücher nicht früher für mich entdeckt zu haben, denn kurz ausgedrückt: Es war der Wahnsinn. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und es hat mich sehr daran erinnert, wie ich zum ersten Mal den "Seelenbrecher" von Sebastian Fitzek verschlungen habe.
Es war genauso fesselnd und verwirrend, hatte dieselben überraschenden Wendungen, und doch war es so anders.
Dieses Buch ist mehr als nur ein Thriller. Es hat Tiefgang und erforscht, wie die menschliche Psyche mit unmenschlicher Trauer umgeht und zusätzlich erhält man Einblicke in die Arbeit des FBI, zum Beispiel die Verhörtechniken, was ich entgegen meiner Erwartung faszinierend fand.
Im Gegensatz zu anderen Rezensenten kann ich aber nicht sagen, dass ich das Buch als abartig, blutig oder übermäßig grausam empfunden habe, Bücher haben es bei mir generell schwer, mich wirklich zu schockieren. Aber bei einer eventuellen Verfilmung müsste ich dann auch ein Kissen zur Hand nehmen, denke ich.
Die Charaktere waren sehr schön ausgearbeitet und kein einziger Dialog kam mir auch nur ein bisschen gekünstelt oder unnatürlich vor. Smoky ist eine sehr starke Protagonistin und ich habe sie sehr gerne bei ihrer Entwicklung begleitet, die bei all dem Morden alles andere als zu kurz kam.
Und auch das Verhältnis von Privatleben zu Aufklärungsarbeit war perfekt, kurzum, ich werde wohl meine ersten fünf Würmchen vergeben.
Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, die nächsten Bände zu lesen und sobald ich "Die Landkarte der Zeit" gelesen habe, das letzte Bücherei-Buch, werde ich mir wahrscheinlich gleich die drei Folgebände mitnehmen.
Und das heißt: absolutes Lesemuss!
Voller Vorfreude, Anni
Rating:
Donnerstag, 29. August 2013
Mein schon jetzt liebstes Geburtstagsgeschenk
Ja, heute habe ich Geburtstag und da mein Freund mittlerweile genau weiß, wie er mich glücklich machen kann, hat er mir das hier geschenkt:
Ich habe mich riesig gefreut, vor allem da ja heute der Film in die deutschen Kinos kommt und vielleicht ist das ja die Gelegenheit, ihn dann gleich im Anschluss zu sehen.
Auf jeden Fall bin ich sehr gespannt auf dieses Buch, von dem ich schon so viel gehört habe, ich kann es gar nicht erwarten, aber im Moment lese ich "Die Blutlinie" von Cody McFadyen und danach fehlt nur noch ein Buch aus der Bücherei.
Ich habe mich riesig gefreut, vor allem da ja heute der Film in die deutschen Kinos kommt und vielleicht ist das ja die Gelegenheit, ihn dann gleich im Anschluss zu sehen.
Auf jeden Fall bin ich sehr gespannt auf dieses Buch, von dem ich schon so viel gehört habe, ich kann es gar nicht erwarten, aber im Moment lese ich "Die Blutlinie" von Cody McFadyen und danach fehlt nur noch ein Buch aus der Bücherei.
Dienstag, 27. August 2013
3096 Tage - Natascha Kampusch
In diesem Buch erzählt Natascha Kampusch von ihrem Leben im Verlies, sie fasst achteinhalb Jahre auf 284 Seiten zusammen und berichtet von ihrer Sicht auf den Täter.
Wohl jeder weiß, wer sie ist und ihr Fall hat die Medien lange auf Trab gehalten, aber wer dieses Buch liest, um Spektakuläres zu erfahren, wird enttäuscht, denn aus Selbstschutz ist Natascha nicht auf das eingegangen, was natürlicherweise alle am meisten interessiert: Hat der der Täter sie auch sexuell missbraucht?
Den Sensationshunger der Öffentlichkeit wird dieser Roman kaum stillen können und auch literarisch ist es alles andere als ein Meisterwerk, denn Frau Kampusch ist keine Schriftstellerin und wenn es nach mir geht, kann sie es bei diesem ersten Versuch belassen.
Sie hat kein Talent dafür, den Leser bei der Stange zu halten und ihre Geschichte erzählt sie unstrukturiert: In einem Kapitel ist sie 12, im nächsten 15 und dann springt sie in das Alter von 11 zurück. Das hat mich am meisten gestört und schnell habe ich dann auch die Konzentration verloren, da zu den Zeitsprüngen auch noch Wiederholungen kamen, die bei mir den Eindruck weckten, als wollte die Autorin den Roman in die Länge ziehen, ohne zu sehr in die Tiefe gehen zu müssen.
Außerdem übernimmt sie es für den Leser, das Erlebte zu analysieren, vielleicht, um weiteren Spekulationen vorzubeugen, aber ich mag es gar nicht, wenn man mir vorschreibt, wie etwas zu interpretieren ist.
Das Ende des Buches macht dann den Eindruck, als wollte sie nur dafür sorgen, dass man aufhört, ihr vorzuwerfen, sie habe das Stockholm-Syndrom, die Botschaft, die sie schreit ist: "Ich habe keine Krankheit!"
Ebenfalls etwas verwirrend fand ich, dass sie am Ende davon spricht, endlich frei sein und ein Leben ohne Medienrummel führen zu wollen. Da stellt sich mir dann aber die Frage, warum sie genau zu dem Zeitpunkt einen Roman veröffentlicht als der Fall endgültig zu den Akten gelegt wurde und sie nur etwas länger hätte abwarten müssen, bis die Öffentlichkeit das Interesse an ihr verloren hätte.
Stattdessen belebt sie das öffentliche Interesse erneut ganz bewusst.
Schlussendlich hat sie mit diesem Buch bei mir nur eines bewirkt: Ich habe den größten Teil meiner Sympathie für sie verloren, denn seine Veröffentlichung spricht gegen seine Kernaussage.
Wohl jeder weiß, wer sie ist und ihr Fall hat die Medien lange auf Trab gehalten, aber wer dieses Buch liest, um Spektakuläres zu erfahren, wird enttäuscht, denn aus Selbstschutz ist Natascha nicht auf das eingegangen, was natürlicherweise alle am meisten interessiert: Hat der der Täter sie auch sexuell missbraucht?
Den Sensationshunger der Öffentlichkeit wird dieser Roman kaum stillen können und auch literarisch ist es alles andere als ein Meisterwerk, denn Frau Kampusch ist keine Schriftstellerin und wenn es nach mir geht, kann sie es bei diesem ersten Versuch belassen.
Sie hat kein Talent dafür, den Leser bei der Stange zu halten und ihre Geschichte erzählt sie unstrukturiert: In einem Kapitel ist sie 12, im nächsten 15 und dann springt sie in das Alter von 11 zurück. Das hat mich am meisten gestört und schnell habe ich dann auch die Konzentration verloren, da zu den Zeitsprüngen auch noch Wiederholungen kamen, die bei mir den Eindruck weckten, als wollte die Autorin den Roman in die Länge ziehen, ohne zu sehr in die Tiefe gehen zu müssen.
Außerdem übernimmt sie es für den Leser, das Erlebte zu analysieren, vielleicht, um weiteren Spekulationen vorzubeugen, aber ich mag es gar nicht, wenn man mir vorschreibt, wie etwas zu interpretieren ist.
Das Ende des Buches macht dann den Eindruck, als wollte sie nur dafür sorgen, dass man aufhört, ihr vorzuwerfen, sie habe das Stockholm-Syndrom, die Botschaft, die sie schreit ist: "Ich habe keine Krankheit!"
Ebenfalls etwas verwirrend fand ich, dass sie am Ende davon spricht, endlich frei sein und ein Leben ohne Medienrummel führen zu wollen. Da stellt sich mir dann aber die Frage, warum sie genau zu dem Zeitpunkt einen Roman veröffentlicht als der Fall endgültig zu den Akten gelegt wurde und sie nur etwas länger hätte abwarten müssen, bis die Öffentlichkeit das Interesse an ihr verloren hätte.
Stattdessen belebt sie das öffentliche Interesse erneut ganz bewusst.
Schlussendlich hat sie mit diesem Buch bei mir nur eines bewirkt: Ich habe den größten Teil meiner Sympathie für sie verloren, denn seine Veröffentlichung spricht gegen seine Kernaussage.
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Montag, 26. August 2013
Shades of Grey (Geheimes Verlangen) - E.L. James
Nach langem Sträuben habe ich es also
doch gelesen: das Skandalbuch des Jahres und ich weiß nicht, was ich
davon halten soll.
Eigentlich weiß ja jeder, der gerne
liest, worum es in diesem Buch geht, aber hier noch einmal sehr kurz:
Ana ist 21, unerfahren und lernt Christian Grey kennen, der unfassbar
attraktiv ist und der ihr eine sehr dunkle Seite der körperlichen
Liebe zeigt.
Also gut, der Anfang war in Ordnung,
recht langsam, aber auch nicht quälend langsam, das Problem war nur,
dass die 150 Seiten Vorgeplänkel mich irgendwann ungeduldig gemacht
haben und da habe ich dann angefangen, Seiten zu überfliegen und
Absätze zu überspringen. Dadurch, dass alle über dieses Buch
geredet haben, wollte ich endlich zum spannenden Teil übergehen, ich
habe sogar das Buch persönlich angemeckert und so schlimm war das
noch nie.
Das Problem war nur, als es dann so
richtig losging, wollte ich zum Vorgeplänkel zurück.
In etwa nach der Hälfte war ich kurz
davor, es abzubrechen, denn eine Passage hat mich derart aus der Bahn
geworfen, dass ich nicht wissen wollte, wie es weitergeht.
Was Ana da mit sich machen lässt, hat
mir selber fast körperliche Schmerzen bereitet und ich wollte sie
anschreien, weil sie so dumm ist, ich war einfach nur unglaublich
wütend auf sie.
Und Christian konnte selbst sein
angeblich umwerfendes Aussehen nicht retten, er ist einfach nur
kaputt, mehr möchte ich zu dem nicht sagen.
Ich kann auch ehrlich gesagt nicht
verstehen, warum dieser Hype so ausgeartet ist, denn mich hat die
Demütigung, der Ana bewusst zugestimmt hat, regelrecht angeekelt.
Kurz gesagt hat mir nur das Ende sehr
gefallen und ich werde es jetzt dabei belassen, denn die Tatsache,
dass es zwei weitere Bände gibt, bedeutet, dass Ana die einzige
vernünftige Entscheidung, die sie im ganzen Buch getroffen hat,
wieder zunichte macht.
Ich kann sie einfach nicht verstehen,
beim besten Willen nicht. Stellenweise macht sie nämlich den
Eindruck, als würde doch irgendwo in ihr drin eine starke
Persönlichkeit stecken, aber Ana unterdrückt sie willentlich und
lässt sich freiwillig demütigen und unterdrücken.
Sie genießt die SM-Spiele nicht sonderlich, also kann mir niemand erzählen, dass das ihre ehrliche sexuelle Neigung ist, sie denkt mehr als einmal, dass sie lieber eine gewöhnliche Beziehung hätte und beschwert sich beim Schicksal darüber, dass ausgerechnet ihr erster Freund solche Vorlieben hat.
Warum ist sie also mit ihm zusammen? Weil er gut aussieht? Das ganze Buch hindurch hat sich mir nicht ein Grund offenbart, warum sie ihn sonst liebt, denn seine Persönlichkeit offenbart er ihr ja nicht einmal annähernd.
Sie genießt die SM-Spiele nicht sonderlich, also kann mir niemand erzählen, dass das ihre ehrliche sexuelle Neigung ist, sie denkt mehr als einmal, dass sie lieber eine gewöhnliche Beziehung hätte und beschwert sich beim Schicksal darüber, dass ausgerechnet ihr erster Freund solche Vorlieben hat.
Warum ist sie also mit ihm zusammen? Weil er gut aussieht? Das ganze Buch hindurch hat sich mir nicht ein Grund offenbart, warum sie ihn sonst liebt, denn seine Persönlichkeit offenbart er ihr ja nicht einmal annähernd.
Und dass mich die ständige Erwähnung
ihrer inneren Göttin einerseits und ihres Unterbewusstseins
andererseits gestört hat, davon wollen wir gar nicht anfangen. Es
war nur ein müder Abklatsch des klischeehaften Engelchen-Teufelchen
Widerstreits.
Fazit: Das Buch hat definitiv Emotionen
in mir geweckt, aber die waren durchweg negativ.
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